Die Schöpfung der Welt

(Version française)

Am Anfang unserer Zeit rief Gott: „Ich liebe.“, und er schuf.
Er schuf den Himmel, um dem Menschen ein Ziel und Sehnsucht zu geben,
er schuf die Erde, um die Menscheit darin zu verwurzeln.
Und er rief: „Ich bin mit euch!“
Er schuf das Licht, um unseren Augäpfeln einen Sinn zu geben.
Er schuf die Dunkelheit, um den Menschen regelmäßig daran zu erinnern, dass er Ruhe benötigt.
Und er zog sich zurück und er wartete, dass der nächste Tag anbräche: alles zu seiner Zeit.

Er schuf Atmosphäre, Stratosphäre und All, und sagte: „So halte ich euch fest: ich umspanne die Grundpfeiler der Erde mit meinen Händen.“
Und wieder wartete er auf den nächsten Morgen.

Er schuf trockenes Land, indem er die Meere ein wenig beiseite schob; denn er beschloss, dass nicht alle Menschen über Wasser laufen müssen sollen.
Und als er sich zurücklehnte und sein Kunstwerk in seiner Gesamtheit betrachtete, überkommt ihn tiefe Zufriedenheit, und er flüstert: „Mein Kind, das ist für dich!“
Und er tauchte seine Hand in den grünen Farbeimer, er formte einen Baum und definierte ihn: „Baum, wachse empor, dem Licht entgegen; Baum, lege diese Weisheit in deine Frucht; Baum, lasse die Frucht los. Und die Menschenkinder sollen es sehen und sich freun. Ich schreibe dies in dein Innerstes, du wirst es nie verlieren.“

Der nächste Tag begann, und
er schuf Sterne und Monde und befahl jedem einzelnen, sich in einer bestimmten Regelmäßigkeit zu bewegen, um den Menschen eine zeitliche Orientierung zu geben. Er befahl ihnen, ohne Unterlass zu scheinen, und er sagte: „So ist meine Liebe zu euch: stetig und unnachgebig.“ Und er platzierte die vielen vielen Kügelchen so, dass der Mensch verstehe, was Tag und was Nacht bedeutet. So wie er eine Grenzlinie zwischen All und Himmel zog, so zog er auch eine Grenze zwischen Tag und Nacht, die keiner überschreiten kann als nur er selber.
Und wieder tat er einen Schritt zurück, und Staunen erfüllt sein Sein. Und er wartet, wie er es sich vorgenommen hatte.

Und er schuf Tiere im Wasser und in der Luft. Er rief sie zusammen und sprach in sie hinein: „Geht hin, erzählt der Welt von meiner Fruchtbarkeit. Redet, was ihr gesehen und gehört. Öffnet die Herzen der Menschen für mein Leben. Wachset und helft euren Kindern zu wachsen.“ Und die Vögel und Fische schwärmten aus und füllten den Raum in Wasser und Luft. Und er stellte sich auf einen Berg und sah ihnen zu, bis auch das letzte Tier eingeschlafen war.

Am nächsten Tag schuf er Tiere, die den Erdboden bevölkern sollten: Krokodile, Affen, Ameisen, Hühner. Und er wiederholte die Worte, die er am Tag zuvor Fische und Vögeln destiniert hatte.
Und als er wieder auf alle Zusammenspiele achtete, freute er sich und prägte sich und prägte sein Siegel darein: „Made by God, exzellente Qualität.“ Aber etwas fehlte noch.

Wieder ein neuer Tag. Aufgeregt geht er in sein Planungsbüro, holt die Gestalt des Menschen, haucht ihm Leben ein und umarmt ihn. „Du bist mein Sohn, in dich habe ich alle meine Geheimnisse gelegt.“ Und Mann und Frau sind verzückt und lauschen, was er ihnen zu sagen hat. Und er sprach: §Ihr seid meine Repräsentanten auf Erden. Zeigt der Welt die Fülle, die ihr in mir gesehen habt. Ja, wie ich eins bin sollt auch ihr eins sein. Wie ich Herrscher bin, sollt auch ihr eure Verantwortung gut ausführen. Investiert euch in diese Welt, wie ich mich in euch in euch investiert habe. Siehe, euer Grundkapital: ich gebe euch Gras, Baum, Fisch, Vogel und Landtier. Vervielfältigt es.“
Und als er ihn, den Menschen, zum Abschied küsste, war auch auf ihm das Siegel der Vollkommenheit.

Am nächsten Tag, als Gott Adam und Eva mit seinen Blicken streichelte, schlugen sie ihre Augen auf und sahen in Gottes Augen. „Und“, sagte Eva zu Adam, „mit was fangen wir an?“
„Lasst uns …“ beginnt Adam zu sagen und überlegt. „Ich weiß auch nicht, fragen wir Gott.“
Und Gott lächelte und antwortete: „Heute machen wir nichts. Die Natur wartet auf euch, aber sie kann warten, ich habe es ihr beigebracht.“ Und Adam und Eva zuckten mit ihren Schultern und standen auf. Plötzlich ruft Eva: „Sieh mal! Welch wunderschöne Farbe!“ Aber Adam stand schon vor dem Beerenstrauch.
Am Abend waren sie abgefüllt mit Faszination, und lächelnd schlafen sie ein. Gott betrachtete sie und war zufrieden; denn er hatte seine Zufriedenheit weitergegeben.

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