Die Zeitmaschine

Bild: keltern von Weintrauben: alle stampfen in einem Trog auf den Weintrauben.

was mache ich aus meiner Zeit?

Ich presse sie – so lange, bis sie tot umfällt.
Ich würge sie – liebe ich sie so sehr?
Denn wenn es regnet, gieße ich die Pflanzen,
und wenn die Sonne scheint, strahle auch ich.

Ich drücke sie – so lange, bis sie umkippt.
Ich schiebe sie – und die Bremsen geben nach.
Denn was sich löst, verändert auch mich,
und wenn das Wasser kommt, bin ich frei.

Ich beiße sie – das Herrchen zappelt.
Ich rufe sie an – wann? wann kommst du?
Denn nur wenn du da bist, kann Schönheit sich wohlfühlen,
und ohne deine Anwesenheit ist die Berufswelt wüst und voll.

Ich schaue auf meine Uhr.
Ich gebe ihr eine Umarmung.
Beehren sie mich bald wieder!, rufe ich ihr zu,
doch sie ist schon weg.


Mensch,
sei weise,
was du tust.

Fange an,
wofür dein Herz schlägt,
und beende,
wofür dein Herz schlägt.

Und vergiss nicht:
es gibt auch Zeiten der Ruhe.

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